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Mittwoch, 09.01.2013, 12:05
....oder: "Männer werde ich wohl nie verstehen"....

Weil irgendwie widerspricht das Verhalten manchen Mannes jeglichem logischen Denken. Ich weiß nicht, aber wenn ich eine schöne Zeit mit einem Menschen verbringe, ihm immer und immer wieder erkläre, wie sehr ich mich verliebt habe und wie sehr ich die gemeinsame Zeit genieße, dann halte ich mich doch auch an Vereinbarungen oder?

Gestern Mittag habe ich mit meinem Mr. Wonderful eine wunderbare Zeit verbracht, in der wir natürlich auch wieder über unsere schwierige Situation gesprochen haben, uns aber einig waren, gemeinsam den Weg zu gehen und füreinander da zu sein. Wunderbare Momente, herrliche Zweisamkeit.

Nur eine Stunde später folgte noch eine Anruf von ihm, in dem er sich bedankte und mir versicherte, dass wir das alles gemeinsam schon schaffen. Und dass er alles tun werde, um am Abend vorbeizukommen.

Seitdem? Keine Meldung mehr... Ich versteh's nicht. Wenn er davon ausgeht, dass ich mich melde - Fehlanzeige. Immerhin wollte er sich gestern melden und dann noch vorbei kommen...

Ja, ich bleib stark und melde mich nicht.... aber auch ja, ich sitze natürlich da und zerbreche mir den Kopf, versuche das männliche Denken und Handeln irgendwie zu verstehen...

und ja, mir schwant schon wieder, dass ich - sobald er sich meldet - ihm wieder verzeihe und wieder entgegenlächle...

verdammt.... warum bin ich ab und an so was von dämlich?!?!???


Montag, 07.01.2013, 13:13
Wow... Ich erlaube mir, meine Philosophie "Keep on feeling" zu leben.... wusste bloß nicht, dass dies auch immer wieder von Angst und Zweifel begleitet wird.

Mein "Koalitionspartner" entwickelt sich immer mehr zu dem, was man sich wahrscheinlich unter dem Mr. Right vorstellen mag. Und doch bleibt da immer der Zweifel: Entscheidet er sich tatsächlich für eine Zukunft mit mir?

Gemeinsam halten wir uns die Problematik vor Augen, wir wissen, dass nur er die Entscheidung treffen kann. Doch lässt Mann es zu, eine Entscheidung anhand seiner Gefühle zu fällen? Existenzängste, Angst seine Kinder zu verlieren - das alles spielt dabei mit. Gleichzeitig zweifelt er daran, ein guter Vater sein zu können, wenn er bleibt, obwohl er gerne woanders wäre.

Ich versuche mich in seine Lage zu versetzen. Mir jahrelang etwas aufgebaut zu haben - neben der Familie natürlich auch Grund, Boden, Haus usw. Hätte ich die Kraft meine Gefühle entscheiden zu lassen und mit knapp 40 praktisch noch einmal bei Null zu beginnen? Ich weiß es nicht. In meiner derzeitigen Situation würde ich "JA" sagen, weil ich tatsächlich der Überzeugung bin, dass der Mensch nur glücklich werden kann, wenn er auf sein Herz hört.

Allerdings ist meine Situation auch die leichtere. Für mich verändert sich nicht viel. Ich habe keine Kinder, die ich verlieren könnte und auch meinen Grund und Boden muss ich nicht aufgeben.

Klar - von heute auf morgen wäre da nicht nur der neue Mann in meinem Leben, in den ich mich so oder so schon unsterblich verliebt habe, sondern auch zwei Kinder. Würde sicher heißen, auch in meinem Leben etwas zu verändern. Doch: Darauf würde ich mich sogar freuen. Es würde ein Kampf werden, weil in erster Linie wäre ich sicher "die Schuldige" in den Augen der Kinder. Aber ich denke, spätestens wenn sie sehen, dass es dem Papa gut geht, würde sich auch da etwas ändern.

Ich - die immer gesagt hat, in eine solche Situation würde ich mich nie begeben und ich würde mich nie irgendwo dazwischen drängen - wäre heute bereit, den Weg mit ihm zu gehen. Auch wenn ich weiß, dass es ziemlich viele Troubles geben wird.

Ich werde kämpfen, ich will mich nicht fragen, ob ich alles versucht habe oder ob ich doch noch mehr tun hätte können.

ich bleib dabei - keep on feeling.... vielleicht bin ich ja tatsächlich auf jemanden gestoßen, der sich diesen Schritt auch zutraut....


Samstag, 05.01.2013, 03:13
Hallo Leute.. war schon lang nicht mehr da... aber es ist mal wieder an der Zeit zu schreiben.... und heute habe ich geschrieben... freu mich, wenn wer Lust hat zu kommentieren:


Keep on feeling!

Sein oder Nichtsein – das war schon beim Hamlet die Frage. Doch woraus besteht dieses Sein oder Nichtsein? Ist es denn heute noch zeitgemäß? Zeitgemäß in Tagen, in denen Menschen Strafgelder dafür bezahlen, den sprachlich üblichen Begriff „Weltuntergang“ zu verwenden? Nein, noch viel schlimmer – in Zeiten, in denen der Terminus „Weltuntergang“ so sehr an Bedeutung gewonnen hat, dass er zu einem solchen Rechtsstreit überhaupt führt?

Die Frage, die sich mir stellt, ist, wo hat die Menschheit sich verloren? In Büchern – nein, heute leider nicht mehr. In den Medien, in der vorgespielten Wirklichkeit, im Sein 2.0? Oder ist es doch eher das Nichtsein 2.0? Das Mit-mach-Nichtsein, in dem Herz und Empathie keinen Platz mehr haben.

Hier sitzen wir nun – und mit „wir“ meine ich die neue „Generation X“ – Martin Luther, please don’t mind me – die neue Sklaverei betrifft die ganze Welt. Die „Generation X“, die ich meine, sind die heutigen 30er, Mitt-30er bis Mitt-40er, auf der Suche nach der Philosophie ihrer Generation. Die Frauen, gefangen in den – Gott sei Dank an Rechten viel erreichten, aber – noch immer nicht definierten Rollenbildern früherer Frauenbewegungen und die Männer – leider Gottes – die heute ihre Rolle zwischen metrosexuell, Romantiker und Chauvinist nicht mehr finden können. Und Leute, wacht auf! Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr – wer soll’s der nächsten Generation beibringen? Wann kommt die Generation Z?

Wo hat unsere Generation die Abzweigung verpasst? Die Welt erblüht in Single-Haushalten, Kinder werden zum Luxusgut, Menschen reden, aber sagen doch kein Wort. Und dazwischen? Verzweiflung, Einsamkeit, Taten, die niemand erklären kann. Gesetzte Aktionen, die jegliches Klardenken verneinen. Anders ist es mir nicht zu erklären, warum beispielsweise anstatt neuer Waffengesetze in Amerika, nach einem Attentat auf unschuldige Kinder, schusssichere Schultaschen das Interesse der Weltbevölkerung wecken.

Wir müssen nicht über den großen Teich blicken, selbst in nächster Nähe passieren täglich Dramen – ein Mann ermordet seine Frau vor den Augen unzähliger, unschuldiger Kinder. Mitten in einem – im weltweiten Vergleich – „Dorf“ wie Klagenfurt. Heute spricht niemand mehr davon. Ist ja doch schon vor vier Wochen passiert.

Diese Dramen spielen sich tagtäglich ab. Gott sei Dank nicht immer in solch unglaublichem Ausmaß. Doch wann erkennt jemand dieses leise, dunkle, sich einschleichende Sterben der Gesellschaft? Gründe werden in finanziellem Druck gesucht, in Existenzängsten – die unwiderstritten ein Teil davon sind. Doch glaube ich, dass sich Nicht-Sein 2.0 noch auf einer viel wichtigeren Ebene abspielt. Einer Ebene, die heute viel zu gern und scheinbar wissentlich übersehen wird: Die Emotionale.

***

Wann haben wir aufgehört, auf das Wesentliche zu hören? Wer hat uns gelehrt, die wichtigste Stimme unseres Lebens zu ignorieren? Ein wunderbares Zitat behauptet: „Wenn das Herz spricht, hat das Hirn Sendepause.“ Doch unsere Gesellschaft – und besonders die neue Generation X – ist Weltmeister darin, dem Herz die Mute-Funktion zuzuschreiben.

Wir sitzen in unseren – für Singles in Wahrheit – viel zu großen, top-ausgestatteten Wohnungen, technologisiert in allen Räumen. Nichts was an Materiellem fehlt – außer vielleicht dem noch besseren und noch genialerem Soundsystem. Immerhin muss man die Nachbarn überzeugen, dass man mit der heimischen digitalen Welt selbst Stadien beschallen könnte. Wo käme man denn hin, wenn der nächste Facebook-Eintrag über Urlaub und Errungenschaften nicht mindestens 90 Prozent der „Freunde“ übertrifft. Auch wenn man wahrscheinlich nicht mal 75 Prozent davon persönlich kennt, geschweige denn weiß, was diese „Freunde“ wirklich bewegt. Hauptsache wir bewegen sie mit unserem Postings – nämlich dahin die nächste Herausforderung zu bewältigen: Ein weiteres Mal besser zu sein.

***

Unzählige, spannende und erkenntnisreiche Gespräche mit Freunden aus „meiner“ Generation X führen in Wahrheit jedoch immer zu einer Frage: „Was haben wir übersehen? Ist es überhaupt möglich, dass wir – wo uns doch heute die neuesten und scheinbar wichtigen Informationen im Sekundentakt zur Verfügungen stehen – irgendetwas übersehen haben? Warum sind wir so gehetzt, ewig gestresst und doch nicht erfüllt? Jagen wir dem Sein nach, oder doch tatsächlich dem Nichtsein?

Wir – denen uns alle Möglichkeiten offen stehen und standen. Die sich nie Gedanken darüber machen mussten, was Bildung und Weiterbildung kostet, weil wir sie nicht nur am Silber-, nein am Goldtablett serviert bekommen haben? Die nebenbei noch das Leben voll auskosten durften, ohne scheinbare Rücksicht auf Verluste?

Waren da doch Verluste dabei? Haben wir uns vielleicht selbst verloren?

Heute sitze ich da – mittendrin in der neuen Generation X – habe alles, was man sich wünschen kann. Und was passiert? Ich finde mich im Nichtsein wieder. Langsam erkennend, das irgendetwas ziemlich falsch gelaufen ist. Also: Zeit für Plan B.

***

Doch: Hat die Generation X noch einen Plan B? Und wenn dieser Plan existiert – gibt es noch die nötigen Komplizen dafür? Ja, wir alle sind heute maingestreamte Teamplayer, Non-Mobber und Gutmenschen. Sind wir das wirklich? Reicht es wirklich, seinen Müll zu trennen, alternative Energien einzusetzen, Wasser zu sparen und das ein oder andere Mal ein Sümmchen zu spenden? Achja, und nicht zu vergessen: Immer wieder mal das Wörtchen Gemeinwohl in den Mund zu nehmen?

Doch was ist das „Gemeinwohl“? Ich habe Menschen gehört, mit ihnen diskutiert, die sich fürs „Gemeinwohl“ einsetzen, große Konzerne an den Pranger stellen – und gleichzeitig ihre Bücher über eben jene zu eben diesem Thema vertreiben. Verlogenes Pack! Das fällt mir in dem Moment ein!

Ich denke, dass Gemeinwohl bei jedem selbst beginnt. Wenn die Menschheit – und besonders meine Generation X – sich wieder ein wenig auf das Wesentliche besinnen würde, wäre es wahrscheinlich um einiges leichter, das Gemeinwohlsein zu steigern. Fangen wir einfach an, wieder mehr auf unser Herz zu hören!

Geht her, denkt nicht drüber nach, wenn Menschen in eurer Nähe sind, für die ihr dankbar seid – sprecht es aus! Warum ist es uns heute nahezu peinlich, unserem Gegenüber zu sagen: „Danke, dass es dich gibt!“? Was fällt so schwer daran, einen Menschen in den Arm zu nehmen, anstatt ewig zu fordern? Wo liegt die Schwierigkeit zu sagen: Ich brauche Hilfe! Warum schämen wir uns heute dafür, etwas im Team zu erledigen, wo wir doch alle so soziale und sozial engagierte Teamplayer sind?

***

Nach dem Weltuntergang ist vor dem Weltuntergang. Und wahrscheinlich ist der nächste hausgemacht. Dafür brauchen wir keine Mayas, keinen Nostradamus und schon gar nicht Gerda Rogers. All die kleinen Welten der einzelnen Menschen gestalten unsere gesamte Welt. Ein Puzzle setzt sich auch nicht nur aus einem Teil zusammen. Und wer behauptet, dass wir den Weltuntergang überlebt haben? Wer hat sich selbst schon mal gefragt, ob er nicht in nächster Nähe einen Menschen hat, dessen Schicksal sein persönlicher Weltuntergang war oder ist? Wie anders erklären sich Selbstmorde, religiöse Attentate? Wer hat es in letzter Zeit gewagt, sich dieser Frage tatsächlich zu stellen? Meiner Meinung nach, sind dies alles Zeichen dafür, dass der Mensch nach Orientierung trachtet.

Nach Orientierung und an aller erster Stelle nach: LIEBE. Wir haben verlernt uns selbst zu lieben. Wir erreichen Dinge – materiell oder immateriell – und sind doch nie zufrieden.

Liebe EsotherikerInnen, LebensberaterInnen und Ähnliches – bitte seid mir nicht böse. Ich suche die Erfüllung und Wahrheit nicht im Universum. (Anmerkung dazu: Dieses beschriebene Universum ist für mich nichts anderes, als alle Gottheiten dieser Erde, nach denen besonders religiöse Menschen suchen). Ich möchte die Wahrheit wieder in den Menschen finden. In all ihrer Buntheit, Vielfältigkeit, Außergewöhnlichkeit, aber besonders Einfachheit und Klarheit.

***

Beginnen wir bei der angeblich banalsten Sachen dieser Erde: Der Liebe. Ich als Werbemensch kann mich an einen Werbespot erinnern, in dem sich zwei alte Schulfreunde treffen und sich gegenseitig Fotos auf den Tisch knallen: Mein Auto. Mein Jacht. Mein Bankkonto. Meine Familie. Wow. Familie doch schon an vierter Stelle. Ich frage mich allerdings: Welchen Wert haben „mein Auto, meine Jacht, mein Schnickschnack“ – ohne die Menschen mit denen ich diese Freude teilen kann?

Verlieren diese Dinge ohne Familie und Freunde nicht ebenso an Wert, wie all das, was wir uns an Materiellem auf dem Weg dahin geschaffen haben?

***

Heute müssen wir „political correct“, der Gesellschaft angepasst und dem Dresscode entsprechend gekleidet sein, um erfolgreich zu sein. Bei Bars – in denen es um Spass und Entspannung gehen sollte – gibt es einen Face-Check. Sprich: Passt mir das Gesicht in das Etablissement? Politiker werden nicht mehr auf Grund von Fähigkeiten gewählt, sondern ob sie dem Gesellschaftsbild von korrekt entsprechen. Bestes nicht mehr ganz jüngstes Beispiel: Alfred Gusenbauer. Inhaltlich null Veränderung – aber äußerlich. Und schon gewann er eine Wahl.

Heute diskutieren wir darüber, ob Plakate im Wahlkampf aufgestellt werden dürfen oder nicht. Hallo? Geht’s noch? Klar, es stecken finanztechnische Angelegenheiten dahinter, doch in Wahrheit verlieren wir dabei das wichtigste Thema aus den Augen: „Was ist das für ein Mensch, was tut er für seine Gesellschaft, wie gestalten wir künftig unser gesellschaftliches Leben?“

***
Alles in allem fehlt es mir vor allem an einem – egal in welchem Bereich wir uns befinden. Es geht nur noch um Äußerliches und Materielles. Der Mensch geht verloren.

Ich könnte meine eigene derzeitige Lebenssituation politisch betrachten. Ich, als die Verfechterin von Familie und Gemeinschaft, enttäuscht von den Machenschaften der an der Macht sitzenden (in dem Fall die Männer). Die für mich in den letzten Monaten sich absolut nicht political correct verhalten haben, weil es durch die Bank Me(ä)n(n)schlein waren, die ihre Koalitionspartner (nämlich Ehefrauen) für einen weiteren Ministerposten (nämlich weibliches Goodie) verraten haben. Ich, die mich in die Opposition stellen wollte, kämpfe jetzt auf weiter Flur. Weil da eine Partei (ein Mann, mit Frau und Kindern) auf den Bildschirm getreten ist, der – obwohl für mich absolute Opposition – plötzlich möglicher Koalitionspartner ist.

Plötzlich möchte ich bilateral mit ihm agieren.

***

So – jetzt habe ich mich wunderbarst Karl Poppers Vorwurf der „Torheit der Intellektuellen“ unterworfen, mit Fremdwörtern um mich geschmissen, mich hinter meiner Maske versteckt.

Leute, in Wahrheit geht es mir in diesem Blog-Eintrag nur um eines: Fangt an, wieder auf euer Herz zu hören. Ich nehme meine Situation jetzt in einfachen Worten her: Der Koalitionspartner/Mann, von dem ich spreche, ist kein Serientäter. Es passiert ihm nach langer Zeit das erste Mal und das glaube ich ihm auch, obwohl ich ein sehr rationaler und klardenkender – und vor allem leider abgebrühter – Mensch bin. Ich kann ihm seinen Weg nicht zeigen, ich kann ihm seine Entscheidung nicht abnehmen. In Wahrheit glaube ich daran, dass beiderseitiges Herzklopfen aus einem bestimmten Grund passiert. Troubles gibt es so oder so.

Aufs Herz zu hören, heißt, nicht immer den bequemsten Weg zu gehen. Das heißt sicher auch, irgendwann mal verdammt anzuecken, unbequem zu sein, zu polarisieren und sicher auch wahnsinnig weh zu tun.

Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass „aufs Herz zu hören“ der einzig richtige Weg ist. Und nicht „Herz trifft Hirn“, sondern „Herz trifft Herz“ – dann wird ein Domino-Effekt ausgelöst werden. Menschen, die auf ihr Herz hören, werden über Kurz oder Lang glücklicher. Glücklichere Menschen leben ihr privates wie wirtschaftliches Leben besser. Effizienter. Wunderbarer. Mit einem Lachen im Gesicht. Und dann greift ein Zahnrad ins andere.

Ich bin überzeugt davon. Ich allein kann die Welt nicht bewegen. Ich kann nur meine Welt bewegen. Ich höre jetzt auf mein Herz. Ich lasse es zu. Ich werde kämpfen. Auch auf die Gefahr hin, mir die Nase unheimlich aufzuschlagen. Aber besser die Nase, als mein Herz.
Und es wäre mein Herz, dass mich ewig fragen würde: Hast du wirklich alles versucht?

In diesem Sinne: Keep on feeling!